2021-07-04 - 5. Sonntag nach Trinitatis - Jugenddiakonin Angelina Ahrens

( Predigt Zachäus ) [ Afrikaanse Vertaling ] [ Abkündigungen324.18 KB ]


Liebe Gemeinde, 

Ich möchte euch noch ein paar Gedanken von mir zur Zachäus-Geschichte mitgeben. Dafür habe ich mich einmal rausbegeben und in einen Baum gesetzt, so wie es damals auch Zachäus gemacht hat. Unser Kirchengelände ist umgeben von einer ziemlich hohen Mauer. Ich bin nun auch nicht die größte und kann gut nachvollziehen, wie sich Zachäus damals gefühlt haben muss. Im Gegensatz zu ihm, habe ich keinen wichtigen Grund über die Mauer zu gucken. Wenn ich aber wollte könnte ich von hier aus tatsächlich in meinen Garten oder in den Garten meiner Nachbarn schauen und vielleicht das ein oder andere entdecken. 

Vielleicht habt ihr aber auch schon einmal eine Situation erlebt, wo ihr etwas gehört habt, aber nicht sehen konntet, was eigentlich gerade passiert, weil ihr zu klein wart oder euch nicht getraut habt nachzugucken. Und eigentlich hättet ihr gerne gesehen, was da gerade passiert. Oder ihr habt euch absichtlich kleiner gemacht und sozusagen versteckt, da ihr etwas falsch gemacht habt. So wie auch Zachäus sich im Baum versteckt hat. Er wusste nämlich, dass was er getan hatte, war nicht richtig. 

Die gute Nachricht ist aber, dass Jesus ihn trotzdem sieht und auf ihn zu geht. So sieht auch Jesus jede und jeden von uns, egal wie Klein wir vielleicht sind oder was wir angestellt haben. Jesus macht einen Schritt auf uns zu. Denn er kennt uns, unseren Namen und unser Leben. Jesus ruft uns bei unserem Namen und er möchte unser Freund sein, so wie er auch ein Freund von Zachäus wurde. Und es ist wirklich völlig egal, wo wir gerade in unserem Leben sind. Ob es uns gut geht oder wir durch schwierige Zeiten gehen, ob wir im Urlaub oder zu Hause sind. Er möchte dabei sein, uns begleiten, mit uns am Tisch sitzen und essen, so wie er es bei Zachäus gemacht hat. 

Ladet Jesus in euer Leben ein, denn genau darauf wartet Jesus, dass ihr ihm die Tür öffnet und sagt: Komm rein Jesus und setzt dich zu uns an den Tisch. Wir freuen uns über deinen Besuch, über deine Freundschaft. Denn du bist unser Freund, du kennst uns und nimmst uns an, genauso wie wir sind. Unser Leben kann nur bereichert werden, wenn wir Jesus zu uns einladen. 

Natürlich gibt es viele unter uns, die schon seit langer Zeit Jesus in ihr Leben eingeladen haben und wissen, wie es ist mit Jesus durchs Leben zu gehen. Wir wissen aber auch, dass das Leben und der Alltag uns schnell einnimmt und wir vielleicht uns nicht immer bewusst machen, dass Jesus mit uns am Tisch sitzt. Lasst uns heute und in der kommenden Woche Jesus bewusst einladen und einen Platz am Tisch für ihn mit decken, dass wir ihn einladen bei uns zu sein, mit uns zu Essen, dass er mitten unter uns ist. 

Amen