( Predigt Lukas 15,1 10. ) [ English Translation ] [ Afrikaanse Vertaling ] [ Abkündigungen390.31 KB ]
Vom verlorenen Schaf
1 Es nahten sich ihm aber allerlei Zöllner und Sünder, um ihn zu hören.
2 Und die Pharisäer und Schriftgelehrten murrten und sprachen: Dieser nimmt die Sünder an und isst mit ihnen.
3 Er sagte aber zu ihnen dies Gleichnis und sprach:
4 Welcher Mensch ist unter euch, der hundert Schafe hat und, wenn er eins von ihnen verliert, nicht die neunundneunzig in der Wüste lässt und geht dem verlorenen nach, bis er's findet?
5 Und wenn er's gefunden hat, so legt er sich's auf die Schultern voller Freude.
6 Und wenn er heimkommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn und spricht zu ihnen: Freut euch mit mir; denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war.
7 Ich sage euch: So wird auch Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die der Buße nicht bedürfen.
Vom verlorenen Groschen
8 Oder welche Frau, die zehn Silbergroschen hat und einen davon verliert, zündet nicht ein Licht an und kehrt das Haus und sucht mit Fleiß, bis sie ihn findet?
9 Und wenn sie ihn gefunden hat, ruft sie ihre Freundinnen und Nachbarinnen und spricht: Freut euch mit mir; denn ich habe meinen Silbergroschen gefunden, den ich verloren hatte.
10 So, sage ich euch, wird Freude sein vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut.
Liebe Gemeinde!
Wie reagieren Sie, wenn Sie etwas verlieren.
Als ich meine kleine Brieftasche und Tagebuch vermisste, suchte ich und suchte ich. Ich konnte sie einfach nicht finden. Ich hatte meine Kreditkarte fast abgesagt, und mich darauf eingestellt, einen Führerschein und Personalausweis beantragen zu gehen und .... Ich suchteund hoffte, aber am Ende, habe ich aufgegeben. Dann plötzlich war sie da. Die Hälfte meines Lebens zurück. Ich war überglücklich.
Meine Familie einmal hatte eine Tante, die für 15 Jahre in den Konzentrationslagern in Russland war. Sie warteten und warteten. Sie schrieben Briefe an das Rote Kreuz, die Missionen, die Botschaften ... keine Antwort. Nichts. Kein Lebenszeichen So viele Menschen sind ja damals gestorben. Sie fühlten sich fast gezwungen, zu denken, meine Tante wäre eine der Toten. Sie waren drauf und dran, die Hoffnung zu verlieren. Aber dann, ein Weihnachtsabend, klopfte sie an der Tür. Welche Freude! Es war das größte Weihnachtsgeschenk überhaupt.
Dies ist die Freude Gottes erlebt, wenn jemand zu ihn zurückkehrt. Wenn ein Mensch, der entfremdet war, verloren -ein Sünder sich wieder zu Gott kehrt, fragt Gott nicht: Wo warst du gewesen? Was hast du denn gemacht? Warum bist du so schmutzig? Wasch dich mal erst, und komm dann. Nein, er ist überglücklich, und er empfängt dich mit offenen Armen.
Aber -Gott wartet nicht. Er geht hinaus und sucht. Niemand wendet sich zu Gott,bevor Gott ihn schon gefunden hat. Wenn du das Gefühl hast, du wärest verloren, weit weg von Gott -Gott ist da, und sucht dich auf. Er ist direkt hinter dir, und versucht dich zu überzeugen, umzukehren.
Der Hirte folgt seinen Schafen durch dick und dünn. Keine Dornen, keine Steine, keine Täler, nichts ist zu schwierig. Weil er seine Schafe so sehr liebt. Er schaut durch jede Schlucht, klettert steile Hänge herunter, durchsucht dornige Teile -wo ist das Schaf, um das ich mich kümmere.
Die Frau, die die Münze sucht, stellt das ganze Haus auf den Kopf, und kehrt alles von innen nach außen. Sie reinigt den ganzen Staub und schaut durch den Dreck und Asche. Sie durchforstet alle Schubladen, schautin jede Schachtel, sucht und sucht. Sie sieht auch in die Töpfe und die Vorratsgefäße in der Küche. Sie wird dabei ganz schmutzig –alles, um die Münze zu finden.
Gott scheut sich nicht von Leiden oder Müdigkeit, von der Arbeit oder Mühe oder Schmutz dich zu finden. Weil er dich liebt.
Gott will nicht aufgeben. Er sagt nicht: Dieses Schaf läuft immer weg. Lass es gehen und tun, was es will. Ich bin müde, ihm nachzulaufen.
Wir werden müde. Wir sagen: Es ist ihre Wahl, sie müssen mit den Konsequenzen leben. Ich habe zu viel zu tun, den Menschen nachzulaufen, die sich über Kirche oder Gott nicht kümmern. Wir versuchen, zu raten, aber dann, wenn die Leute nicht zuhören, sagen wir: Ich gebe auf. Lass sie gehen, wenn sie wollen. Sie sind ohnehin schwierig. Wir Menschen geben manchmal auf.
Gott gibt niemals auf. Gott verliert nie Hoffnung. Seine Liebe –enttäuscht wie sie sein mag –liebt trotzdem weiter. Was auch immer du getan hast, Gott sucht dich trotzdem. Du bist ihm wertvoll. Und wenn Gott dich findet und dich zurückbringt in seine Herde, feiert er. Er ist überglücklich.
In den beiden Gleichnissen,die wir gehört haben, endet die Geschichte immer mit einer Feier, einer Gemeinschaft,die zusammenkommt, sich gemeinsam zu freuen und zu feiern
Gott sucht Menschen, die ihren Weg verloren haben, dieihre Verbindung mit der Familie Gottes verloren haben. Sind wir Teil seiner Bemühungen, zu suchen, die in die Irre gingen, und sie zurückzuholen?
Wie reagieren wir auf Menschen, die zurück in die Herde Gottes kommen? Feiern wir mit den Engeln? Oder ist es uns unangenehm? Sind wir irgendwo wie die Pharisäer, die Menschen fernhaltenwollen, die ihnen ungemütlich sind? Ihr seid schmutzig, unangenehm, ihr passt uns nicht? Denken oder sagen wir so?
Sind unsere Gottesdienste so, dass die Menschen in ihnendas WillkommenGottes fühlen? ob sie lutherisch oder agnostisch oder unkonfessionelloder was sind –sind unsere Gottesdienste ein Zeichen von Gottes Freude und Willkommen?
Gott will, dass wir helfen, um Menschen zu im zurückzuholen. Er will, dass seine Liebe in unserem Leben glänzt. Er will, dass wir mitmachen bei seiner liebenden Sorge für die Menschen.
Bete für Menschen, die von Gott entfernt sind. Zeig ihnen die Liebe Gottes. Lade sie ein, zurückzukommen. Und vielleicht könnt ihr helfen, die Verlorenen zu suchen.
Gibt es jemanden, von dem ihr wisst, dasser aufgehört hat, regelmäßig an Gottesdiensten –ob Präsenzoder online –teil zu nehmen? Könntet ihr diese Person anrufen und fragen: „Wie geht's dir?“? Nicht um zu beschuldigen sie, aber zu sehen,ob diese Unterstützung brauchen.
In eurer Umgebung -gibt es Menschen, die das Evangelium der Liebe Gottes brauchen? Sollten wir als Gemeinde mehr tun die Menschen zu erreichen, die um uns herum sind -unsere Nachbarn, unsere Mitmenschen? Was können wirtun um Agenten des Willens Gottes, zu suchen und selig zu machen, werden?
Was bedeutet es, sich umzuwenden und wieder zu Gott zu wenden?
Es bedeutet, zu wissen, dass Gott derjenige ist, von dem mein Leben kommt, und ihm vertrauen.
Wir erwarten manchmal Leben aus anderen Quellen: Geld, Macht, Erfolg.
Zu Gott kommen bedeutet, diese anderen Dinge innerlich loszulassen.
Wir müssen dies üben: Gott vertrauen und uns nicht zu viel über die anderen Dinge Gedanken zu machen oder an ihnen zu hängen.
Wo wir das tun, werden wir den Frieden Gottes erfahren.